Niederschlagsbilanz von Emschergenossenschaft und Lippeverband: Insgesamt auch regenarmer Winter.
Der April 2026 war hydrologisch betrachtet trockener als sein Ruf. Die Niederschlagsmengen im Einzugsgebiet von Emschergenossenschaft und Lippeverband (EGLV) lagen im vergangenen Monat deutlich unter den 130-jährigen Mittelwerten. Es fiel insgesamt weniger als die Hälfte des durchschnittlichen Monatsniederschlages. Das ist das Ergebnis der Regenbilanz von EGLV.
Im Emscher-Gebiet liegt das Gebietsmittel für den April bei 24,1 mm (130-jähriges Mittel = 53 mm; ein Millimeter entspricht einem Liter pro Quadratmeter). Im Gebiet des Lippeverbandes liegt das Gebietsmittel mit 19,8 mm sogar noch niedriger (130-jähriges Mittel = 50 mm).
Die geringste Monatssumme wurde im Lippe-Gebiet an der Niederschlagsstation Kläranlage Senden gemessen. Dort fielen lediglich 10,9 mm Niederschlag. Die höchste Monatssumme in den Verbandsgebieten erreichte die Station Dortmund-Kruckel im Emscher-Gebiet. Dort fiel jedoch auch nur ein Monatsniederschlag von 29,1 mm.
20 der 30 Tage im April waren vollständig niederschlagsfrei. Dabei war das insbesondere das letzte Monatsdrittel ab dem 20. April komplett trocken.
Die höchsten Tagesniederschläge fielen am 18. April. Die höchste Tagessumme erreichte die Niederschlagsstation an der Kläranlage Kamen-Körnebach mit 15,7 mm.
Trockener Winter
Die Niederschlagsmengen im Winterhalbjahr des Wasserwirtschaftsjahres 2026 (November 2025 bis April 2026) waren ebenfalls deutlich unterdurchschnittlich. Im Einzugsgebiet der Emschergenossenschaft liegt das Gebietsmittel bei 290 mm (130-jähriges Mittel = 374 mm). Im Lippeverbands-Gebiet liegt das Gebietsmittel bei 269 mm (130-jähriges Mittel = 353 mm).
Im Winterhalbjahr war die Niederschlagsmenge ausschließlich in den Monaten Februar und März leicht überdurchschnittlich. Das Jahresende 2025, mit den Monaten November und Dezember, war deutlich zu trocken – ebenso der April 2026.
EMSCHERGENOSSENSCHAFT UND LIPPEVERBAND
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